

Plotten mit dem Schneideplotter
Plotten ist die kreative Verbindung von Technik und Gestaltung: Mit einem Schneide- oder Hobbyplotter wie von Cricut oder Silhouette schneidest du selbstgestaltete Motive aus Folien oder anderen Materialien und überträgst sie auf Textilien, Deko, Papier und vieles mehr. Ob T-Shirt, Tasche oder Wandtattoo — Plotten eröffnet dir ganz neue Möglichkeiten, dein Nähen und Gestalten zu individualisieren.
Eine Einführung
In den folgenden Beiträgen findest du alle Informationen zu den Grundlagen des Maschinenstickens. Einen ausführlichen Artikel findest du auf meinem Blog.
Die Grundausstattung
Welches Zubehör du zum plotten benötigst
Um loszulegen, benötigst du nicht viel – aber die richtige Grundausstattung macht einen großen Unterschied. Dazu gehören:
Der Plotter
Ein elektronisches Schneidegerät, das Designs präzise aus Folie, Papier oder anderen Materialien ausschneidet. Modelle gibt es in verschiedenen Preisklassen – wichtig ist, dass du dich mit der Software wohlfühlst und die Zubehörteile leicht erhältlich sind.
Die Schneidematte
Sie hält das Material an Ort und Stelle. Je nach Projekt gibt es Matten mit unterschiedlicher Klebekraft (leicht, mittel, stark).
Das passende Messer (Klinge)
Für unterschiedliche Materialien brauchst du passende Klingen – z. B. Standardklingen für Folie oder Deep-Cut-Klingen für dickere Materialien.
Materialien zum schneiden.
Dies sind deine Folien oder deine Papiere, aus denen du dein Motiv ausschneiden möchtest.
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Flex- und Flockfolie für Textilien
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Vinylfolie für Aufkleber und Deko
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Papier, Karton oder Kraftpapier für Bastelprojekte
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Transferfolie zum Übertragen von Vinylmotiven
Entgitterwerkzeug & Hilfsmittel
Ein Pick-Tool, Pinzette, Rakel oder Schaber zum Übertragen. Hiermit löst du das Motiv von dem Rest deines Materiales.
Computer oder Tablet
Hier erstellst oder bearbeitest du deine Designs in der Plottersoftware.
Mit dieser Grundausstattung bist du startklar.
Möglichkeiten
Was kann ich mit einem plotter machen?

Die Möglichkeiten sind riesig und wachsen mit jedem Projekt. Zu den beliebtesten Plotter-Ideen gehören:
Kleidung verschönern
Mit Flexfolien kannst du Shirts, Hoodies, Babybodys oder Sportkleidung individualisieren.
Taschen & Nähprojekte veredeln. Ob Sprüche, Motive oder Logos – deine Nähwerke werden sofort noch persönlicher.
Deko für Zuhause
Vinylfolien eignen sich perfekt für:
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Wandtattoos
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Küchenlabels
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Fensterdeko
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Möbelverschönerung
Papier- & Geschenkideen
Plotter schneiden filigrane Karten, Schachteln, Anhänger oder Scrapbook-Elemente.
Schablonen
Ideal für Textilfarbe, Airbrush oder Möbelrenovierungen.
Das macht den Plotter so beliebt: Du kannst praktisch jedes Projekt personalisieren.
Schritt für Schritt
So gehst du vor beim plotten
Hier ist dein einfacher Leitfaden, um das erste Projekt sicher umzusetzen und kennst die verschiedenen Schritte, die du für dein Projekt vornehmen musst:
Schritt 1 – Plotter aufstellen & Software installieren
Platziere den Plotter auf einer stabilen Unterlage, verbinde ihn mit dem Computer und lade die Software herunter.
Schritt 2 – Motiv gestalten oder auswählen
Du kannst eigene Designs erstellen oder auf fertige Dateien zurückgreifen (z. B. SVG oder DXF). Passe Größe und Form in der Software an.
Schritt 3 – Material auf die Schneidematte legen
Glatt streichen, festdrücken, ggf. Schutzfolie entfernen.
Wichtig: Flexfolie muss gespiegelt werden!
Schritt 4 – Schneideeinstellungen wählen
Material auswählen → Klingenstärke, Druck und Geschwindigkeit einstellen → Testschnitt machen.
Schritt 5 – Schneiden & Entgittern
Den Plotter schneiden lassen und anschließend alle überflüssigen Folienteile entfernen.
Schritt 6 – Motiv übertragen
Textilien: mit Bügeleisen oder Transferpresse aufpressen
Vinyl: mit Transferfolie auf Rakeltechnik übertragen
Papier: direkt verkleben oder weiterverarbeiten
Fertig – dein erstes Plotterprojekt ist geschafft!
Tipps und Tricks für ein perfektes Ergebnis
Tipps & Tricks zum Plotten für Anfänger
Damit du Frust vermeidest und deine Projekte gelingen, hier die wichtigsten Empfehlungen:
🔍 1. Spiegeln nicht vergessen
Bei Flexfolie MÜSST du spiegeln – sonst ist dein Motiv nach dem Aufpressen falsch herum.
🧪 2. Testschnitt machen
Jedes Material verhält sich anders. Ein kleiner Testschnitt spart Ärger.
🧼 3. Schneidematte pflegen
Staub und Fäden beeinträchtigen das Schneiden. Regelmäßig reinigen (z. B. mit Babyfeuchttüchern).
🧵 4. Perfekt für Näher:innen
Du kannst:
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Schnittteile labeln
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Taschen mit Motiven verzieren
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personalisierte Geschenke nähen
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Stoffe durch Schablonen bemalen
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💡 5. Starte mit einfachen Motiven
Große Motive, klare Linien, einfache Schriftzüge – ideal zum Lernen.
🪪 6. Vektorformate bevorzugen
SVG und DXF sind optimal, weil sie sauber geschnitten werden können.
🎛 7. Die richtige Klinge verwenden
Stumpfe oder falsche Klingen machen unsaubere Schnitte.
🧺 8. Textilien vorwaschen
Flexfolien halten am besten auf gewaschenen, nicht weichgespülten Stoffen.



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